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Hilfe für Haiti ist immer noch nötig

Rückblick:

Hansjürg Hess ist kurz nach dem Erdbeben vom 10. Januar 2010 nach Haiti geflogen. Er war in seinem Element und konnte mit grossem Engagement in kurzer Zeit enorm viel Nothilfe leisten (Fotos). Hier kurz zusammengefasst:

Wasserprojekt: 120 bis 150‘000 Liter täglich an die Bevölkerung verteilt. Dutzende Brunnen in Zusammenarbeit mit THW auf Verschmutzung kontrolliert und geflickt.
>> Fotos
Hilfe für Haiti

Hilfe für Haiti

   
Essenspakete und Babynahrung organisiert und verteilt.
   
Verschiedene Hilfsorganisationen und Projekte sinnvoll miteinander koordiniert.

Die Lage heute:

Der Neuanfang ist Haiti nicht gelungen (>> Zeitungsbericht). Auch 4 Jahre nach dem Beben und weiteren Katastrophen hat das bitterarme Land Hilfe dringen nötig.

Die 3HF Stiftung hilft weiter:

Zurzeit bereiten wir 6 Übersee-Container vor, welche mit gebrauchtem Schweizer Schulinventar und Schulmaterial für 1600 Kinder in Port au Prince Haiti gefüllt werden. Unterstützt wird dieses tolle Projekt von der Heilsarmee welche das Schulhaus finanziert und auch für die Zukunft alles unter Kontrolle haben wird.  Im April/Mai 2015 erfolgte die Teileröffnung. Die ersten beiden Container sind angekommen. Ein dritter ist unterwegs und der vierte geht in Kürze. Geplant sind insgesamt sechs Container.

Hilfe für Haiti
Bereits sitzen Kinder auf den ersten Schulbänken, die angekommen sind.

Hansjürg Hess mit der Delegation der Heilsarmee
Hansjürg Hess mit der Delegation der Heilsarmee.

Eine zentrale Frage:

Zitat aus dem Mail-Bericht NR. 45 zu Haiti, des Vereins Partnerschaft Kinderspitäler Biel-Haiti:

Warum geht es Haiti so schlecht, wenn nebenan die Dominikanischen Republik wirtschaftlich doch recht gut floriert?
Haiti und die Dominikanische Republik liegen auf der gleichen Insel, die Columbus „Hispaniola“ (kleines Spanien) taufte und die zusammen mit Kuba, Jamaica und Puerto Rico die Grossen Antillen bildet .

Dass es Haiti, dem mit Abstand ärmsten Land auf dem amerikanischen Doppelkontinent, politisch und wirtschaftlich deutlich schlechter geht als seinem unmittelbaren Nachbarn, hat – neben einigen anderen – vor allem zwei Hauptgründe:

Erstens: Die Demografie

  • Zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit Haitis – 1804 - bestand seine Bevölkerung zu rund 90% aus schwarzafrikanischen Sklaven, die
  • über Jahrhunderte nie Verantwortung getragen hatten, tragen durften – weder für sich selber noch für andere -, 
  • über keine beruflichen und gesellschaftlichen Kompetenzen verfügten (sie konnten einzig im Akkord Zuckerrohre schneiden und Kaffeebohnen anpflanzen),
  • nur Kreolisch sprachen und keine Fremdsprachen beherrschten,
  • keine Erfahrung in Wirtschaft und Handel hatten und
  • aus Angst vor erneuten Kolonisatoren keine Beziehungen zum Ausland knüpften.

Der Aussenhandel blieb aus und damit auch Kontakte zu andern Ländern und Kulturen, die das Land hätten vorwärts bringen können. Ausländern war es verboten, in Haiti Grund und Boden zu erwerben.
Noch heute besteht die Bevölkerung Haitis zu rund 90% aus Nachfahren der ehemaligen Sklaven, die aus Westafrika geraubt wurden und den französischen Kolonialherren in Haiti unter unmenschlichen Bedingungen helfen mussten, deren fast industrielle Sklavenwirtschaft auf ihren Plantagen zum Florieren zu bringen.
In der Dominikanischen Republik indessen bestand die Bevölkerung zu jener Zeit zu fast 90% aus europäischen, meist spanischen Auswanderern, respektive deren Nachkommen, mit

  • Fremdsprachenkenntnissen,
  • beruflichen Kenntnissen und Erfahrungen sowie
  • dem Willen und der Fähigkeit, etwas Neues anzupacken.

Santo Domingo – die heutige Hauptstadt - war die erste Stadt in der neuen Welt, dort wurde 1538 – also keine 50 Jahre nach der Entdeckung durch Kolumbus – mit päpstlichem Segen die erste Universität ausserhalb Europas errichtet.

Zweitens: Der Zustand der Natur

Die Lebensbedingungen für die Sklaven in Haiti waren so schlecht, dass sie sich nicht selber regenerieren konnten. Die Franzosen fuhren daher immer wieder nach Westafrika, um neue Sklaven zu holen. Um Leefahrten über den Atlantik zu vermeiden, beluden sie ihre Schiffe auf der Hinfahrt mit edlen Hölzern aus Haitis Wäldern (Mahagoni, Teak), verkauften diese in Europa und fuhren mit gefüllten Kassen auf die Sklavenmärkte Westafrikas.

Nach der Unabhängigkeit Haitis 1804 verlangte Frankreich von Haiti eine Abgeltungszahlung von – auf den heutigen Wert umgerechnet – 17 Mrd €, was fast dem Dreifachen der heutigen jährlichen Wirtschaftsleistung Haitis entspricht (BIP 2013: 6 Mrd €). Diesen Betrag musste Haiti in Form von Krediten bei Pariser Banken aufnehmen, da es selber über keinerlei Vermögen verfügte. Um die Kredite verzinsen und abzahlen zu können, blieb den Haitianern nichts anderes übrig, als ihre Wälder weiterhin abzuholzen (andere Reichtümer, etwa Bodenschätze, gab es in Haiti nicht) und nach Europa zu verkaufen. Haiti ist heute zu über 90% abgeholzt und kahl.

Die Dominikanische Republik erreichte ihre Unabhängigkeit 1844. Im 20. Jahrhundert wurde sie vor allem von zwei Diktatoren beherrscht und geprägt: Raffael Trujillo, Präsident 1930-1961, und Joaquin Balaguer, Präsident 1961-1996, letzterer mit einem Unterbruch von acht Jahren. Sie waren korrupt und setzten ihre Regentschaft mit teilweise grausamen Herrschaftsmethoden durch.

Aber beide bauten die Wirtschaft auf und aus, die sie als ihr persönliches Eigentum betrachteten, und beide gründeten Nationalparks und stellten die bestehenden Wälder und die Küstengebiete unter strengen Schutz, den eine Truppe von Parkplatzwächtern rigoros zu überwachen hatte. Über 30% der Fläche der Dominikanischen Republik besteht heute noch aus Naturschutzgebieten.

Damit hatte und hat die Dominikanische Republik alles, was Haiti nie hatte und nicht hat, was es aber braucht, um ein Land in der Entwicklung weiter zu bringen:

  • ausgebildete, selbstständig denkende und weltoffene Bürger mit Gemeinsinn und unternehmerischem Flair und
  • eine intakte Natur.

Wir danken Ihnen einmal mehr für Ihr Interesse an Haiti und dem Schicksal der Menschen, die dort leben. Dass es ihnen heute noch nicht besser geht, ist zum geringsten Teil ihre eigene Schuld. Die Unterstützung, die Sie ihnen gewähren, ist deshalb weiterhin sehr willkommen. Vielen Dank!

 

 

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